Thermopen ist die eingedeutschte Schreibweise der amerikanischen Marke Thermopane. Das System verband zwei Scheiben zu einer geschlossenen Einheit mit trockener Luft im Zwischenraum. Entwickelt wurde es Anfang der 1930er Jahre von Charles D. Haven. 1934 übernahm die Libbey-Owens-Ford Glass Company die Marke und machte die neue Verglasung industriell bekannt. Da es das erste kommerziell erfolgreiche Mehrfachglas war setzte sich der Markenname als Produktname durch.
Nach Deutschland kam Thermopane über eine amerikanische Lizenz. 1952 begann in Gelsenkirchen die deutsche Produktion. Ab den 1960er Jahren verbreiteten sich Thermopenscheiben im Wohnungsbau. Mit der ersten Wärmeschutzverordnung, die am 1. November 1977 in Kraft trat, setzte sich Mehrscheiben-Isolierglas endgültig als neuer Baustandard durch.
Von Mitte der 1960er bis Mitte der 1990er Jahre war Zweischeiben-Isolierglas in Deutschland der Standard. Der Markenname blieb hängen und meint bis heute schlicht ein Fenster mit Mehrscheiben-Isolierglas. Geläufig sind daneben Thermoglas und Wärmeschutzglas.
Der Aufbau ist in allen Fällen derselbe: zwei Scheiben, dazwischen ein nach außen abgedichteter Zwischenraum, gehalten von einem umlaufenden Abstandhalter. Genau dieser Randverbund entscheidet später darüber, wie lange die Scheibe klar bleibt.