Eine 4 mm dicke Scheibe lässt rund 90 Prozent des Tageslichts durch, deshalb bleibt ein Raum auch hinter mehreren Ebenen hell. Ganz farbneutral ist Floatglas dabei nicht: Der leichte Grünton entsteht durch Eisenoxid im Quarzsand und fällt an der Glaskante sowie bei dickeren Scheiben stärker auf als in der Fläche. Wo eine besonders neutrale Farbwiedergabe wichtig ist, kann eisenarmes Glas eingesetzt werden.
Neben der hohen Lichtdurchlässigkeit ist Floatglas auch dauerhaft beständig. Sonnenlicht lässt die Glasoberfläche weder vergilben noch stumpf werden. Auch nach vielen Jahren verändert sich die Scheibe selbst kaum und behält ihre glatte, klare Oberfläche.
Bei der Belastbarkeit sieht es anders aus, solange das Glas unbehandelt ist. Der Richtwert für die Biegefestigkeit, also die Kraft, die eine Scheibe aufnimmt, bevor sie bricht, liegt bei etwa 45 N/mm². Dazu kommt die Temperaturwechselbeständigkeit von rund 40 Grad, also der Temperaturunterschied, den die Scheibe in sich selbst verkraftet. Wird ein Teil stark aufgeheizt, während ein anderer kühl bleibt, kann ein Spannungsriss entstehen, ohne dass jemand die Scheibe berührt hat. Beide Werte steigen deutlich, sobald das Glas vorgespannt wird, und genau deshalb steckt an Türen und stark besonnten Elementen kein unbehandeltes Glas.