Im Treppenhaus geht es um zwei Dinge, die im Wohnraum keine Rolle spielen. Der eine ist die Lüftung. Ein Treppenhaus wird selten beheizt, hat wenig Luftaustausch und trotzdem viel Feuchte durch nasse Jacken, Schuhe und geöffnete Wohnungstüren. Steht das Fenster dauerhaft auf Kipp, kühlt der ganze Bereich aus und die angrenzenden Räume heizen dagegen an. Wirksam ist Stoßlüften: mehrmals täglich weit öffnen, nach zehn bis fünfzehn Minuten wieder schließen.
Damit das im Alltag funktioniert, lässt sich die Lüftung beim Fenstertausch technisch unterstützen. Kippbegrenzer und Griffe mit festen Rastpositionen ermöglichen eine dosierte Spaltlüftung. Abschließbare Griffe mit Kippfreigabe kommen dort infrage, wo Kinder oder eine Absturzhöhe berücksichtigt werden müssen. Motorisch gesteuerte Fenster können sich nach einer festgelegten Zeit selbstständig wieder schließen und Fensterfalzlüfter sind eine oft verwendete Alternative für die automatische Lüftung.
Der zweite Punkt ist der Brandschutz. Das Treppenhaus ist der Flucht- und Rettungsweg des Hauses, deshalb verlangen die Landesbauordnungen vor allem in Mehrfamilienhäusern eine Rauchableitung, meist über ein öffenbares Fenster an oberster Stelle, eine Lichtkuppel oder eine RWA-Anlage. Die genauen Anforderungen unterscheiden sich je nach Bundesland und Gebäude. Wir liefern solche Fenster auf Wunsch mit motorischem RWA-Antrieb, der sich im Alltag ganz normal zum Lüften nutzen lässt, dazu ESG für bruchsichere Flächen in Griffhöhe und VSG für absturzsichernde Elemente nach DIN 18008. Was für Ihr Haus gilt, klären wir auf Nachfrage beim kostenlosen Beratungsgespräch