Wenn ein Fenster undicht ist, kann die Ursache an verschiedenen Stellen liegen. Deshalb bedeutet „Fenster abdichten“ nicht immer dasselbe. Manchmal reicht eine neue Gummidichtung im Fensterfalz. Manchmal muss die Fuge zwischen Rahmen und Wand erneuert werden. Und manchmal ist das Fenster selbst so alt oder verzogen, dass Abdichten nur noch kurzfristig hilft.
Grundsätzlich gibt es drei Bereiche, die geprüft werden sollten:
1. Die Dichtung zwischen Flügel und Rahmen
Hier entsteht häufig Zugluft. Die Gummidichtung sitzt im Fensterfalz und sorgt dafür, dass der Fensterflügel dicht am Rahmen anliegt. Ist sie spröde, plattgedrückt oder gerissen, kann kalte Luft eindringen.
2. Die innere Fuge zwischen Fensterrahmen und Wand
Diese Fuge muss verhindern, dass warme und feuchte Raumluft in die Bauanschlussfuge gelangt. Wird sie undicht, können Feuchtigkeit, Schimmel und Wärmeverluste entstehen.
3. Der äußere Anschluss zur Fassade
Außen muss die Abdichtung Regen, Wind und Witterung abhalten. Gleichzeitig darf Feuchtigkeit aus der Konstruktion nach außen entweichen. Deshalb gelten außen andere Regeln als innen.
Wichtig ist: Nicht jede undichte Stelle lässt sich dauerhaft mit Silikon, Acryl oder Dichtband lösen. Wenn Rahmen, Glas, Beschläge oder Bauanschluss beschädigt sind, ist eine fachliche Prüfung meist sinnvoller als eine kurzfristige Reparatur.