Werkzeug, das Sie brauchen: einen Inbusschlüssel 4 mm für die meisten modernen Beschläge, alternativ einen Maulschlüssel oder eine Zange für ältere Modelle mit Außenzapfen, etwas Schmieröl oder Silikonspray für die beweglichen Teile und eine Wasserwaage zur Kontrolle der Flügel-Ausrichtung.
Schritt 1: Fenster öffnen. Drehen Sie den Griff in die geöffnete Position, sodass Sie die seitlichen Schließzapfen am Flügel sehen. Stellen Sie sicher, dass der Flügel gerade hängt, eine kurze Sichtkontrolle oder ein Blick mit der Wasserwaage reicht. Bei sichtbarer Schieflage zuerst über Eck- und Scherenlager justieren, bevor Sie den Anpressdruck verändern.
Schritt 2: Schließzapfen finden. Die ovalen Zapfen sitzen typischerweise auf der Griffseite, bei Sicherheitsfenstern teils auch auf der Scharnierseite. Achten Sie auf den Querstand des Zapfens, dieser zeigt, wie stark der Flügel aktuell angezogen wird. Wenn Sie unsicher sind, welche Position Ihr Beschlag haben sollte, hilft ein Foto im Beschlag-Lexikon des Herstellers.
Schritt 3: Druck verstellen. Setzen Sie den Inbusschlüssel am Zapfen an und drehen Sie im Uhrzeigersinn für mehr Anpressdruck, gegen den Uhrzeigersinn für weniger. Drehen Sie immer nur in kleinen Schritten, idealerweise in Viertel-Umdrehungen. Justieren Sie der Reihe nach alle Zapfen rundum, damit der Flügel gleichmäßig anliegt.
Schritt 4: Ergebnis prüfen. Schließen Sie das Fenster und führen Sie den Papierstreifen-Test durch: klemmen Sie einen Streifen Papier zwischen Flügel und Rahmen, schließen Sie das Fenster, ziehen Sie das Blatt heraus. Lässt es sich rundum nur mit leichtem Zug rausziehen, passt der Druck. Geht es zu leicht, etwas mehr Druck, geht es gar nicht, etwas zurücknehmen.