Drei Posten werden in der ersten Kalkulation oft vergessen: Zusatzfunktionen, Montagearbeiten und mögliche Förderungen. Denn ein neues Fenster besteht nicht nur aus Rahmen und Glas. Je nach Wohnsituation können Rollläden, Insektenschutz, Sicherheitsbeschläge, Schallschutzglas oder elektrische Steuerung den Komfort erhöhen und den Preis verändern.
Rollläden werden häufig zusammen mit neuen Fenstern geplant. Ein Aufsatzrollladen kostet meist etwa 200 bis 400 Euro, ein Vorbaurollladen eher 400 bis 550 Euro. Kommt ein elektrischer Antrieb dazu, steigen die Kosten je nach Motor, Schalter, Funksteuerung oder Smart-Home-Anbindung weiter. Wer ohnehin neue Fenster einbauen lässt, kann Rollläden oft sauberer direkt mit umsetzen.
Auch kleinere Extras können sich lohnen. Insektenschutz ist vor allem in Schlafräumen, Kinderzimmern und Küchen sinnvoll. Sicherheitsbeschläge empfehlen sich bei Fenstern im Erdgeschoss, Souterrain oder an leicht zugänglichen Gebäudeseiten. Schallschutzglas macht besonders dann Sinn, wenn das Haus an einer Straße, Bahnlinie oder in dichter Stadtlage liegt.
Nicht vergessen werden sollten außerdem Demontage und Entsorgung der alten Fenster. Diese Kosten liegen häufig bei etwa 50 bis 100 Euro pro Fenster. In Altbauten kann es mehr werden, wenn zusätzlich Beiputz, Verleistung oder Anpassungen an schiefen Wänden nötig sind.
Gleichzeitig können Förderungen und steuerliche Vorteile den effektiven Preis senken. Wird der Fenstertausch energetisch sinnvoll geplant und fachgerecht umgesetzt, können Förderprogramme oder steuerliche Absetzungen wie ein Rabatt im Nachhinein wirken. Wichtig ist, diese Möglichkeiten früh zu prüfen, bevor der Auftrag vergeben wird.