Die nächste Stufe der Entwicklung sind Verglasungen, die selbst Strom erzeugen. Unter dem Begriff gebäudeintegrierte Photovoltaik, also Solarzellen direkt im Glasaufbau, gibt es bereits Elemente für Fenster, Fassaden und Glasdächer, teils transparent, teils opak. Ein System verbindet die Solarzellen zusätzlich mit lernfähigen Sensoren in der Fassade.
Ein Wohnhaus in Berlin zeigt seit 2011, was damit erreichbar ist. Seine Photovoltaik-Glasfassade liefert genug Strom für eine vierköpfige Familie samt zwei Elektroautos.
In der Forschung dreht sich alles um die Frage, wie die Scheibe dabei klar bleibt. Ein europäisches Projekt erreicht 12,3 Prozent Wirkungsgrad bei 30 Prozent Transparenz. Ein Team der Universität Nanjing lenkt das Licht über eine Flüssigkristallfolie zur Glaskante, wo schmale Solarstreifen einlaminiert sind. Grätzel-Zellen ahmen mit Titandioxid und einem Farbstoff die Photosynthese nach, woraus farbige Glaselemente entstehen, die Energie liefern.
Im Wohnbau haben sich bislang vor allem halbtransparente Solarmodule für Terrassenüberdachungen und Carports etabliert.